Die anaerobe Glykolyse dient dem schrittweisen Abbau von Glukose (Traubenzucker) zu Adenosintriphosphat (ATP) und Laktat. Hierbei wird Glukose zunächst zu Pyruvat abgebaut. Im nächsten Schritt entsteht hieraus Laktat (laktazid) und ATP ohne Verbrauch von Sauerstoff (anaerob).

Anaerobe Glykolyse

 

 

Die anaerobe Glykolyse setzt zeitgleich mit dem Bewegungsbeginn ein, und erreicht ihre maximale Kapazität nach etwa 45 Sekunden. Die hierfür verwendete Glukose stammt aus dem Glykogenspeicher (Stärkespeicher) in der Muskelzelle und wird durch die Glykogenolyse (Stärkeabbau) frei.

Der Stoffwechselvorgang der anaeroben Glykolyse ist in den Bereich der Kurzzeitausdauer einzuordnen. Die Belastungsdauer für diesen Abschnitt reicht von 30 Sekunden bis 2 Minuten. Dauert eine Belastung länger als 45 Sekunden, muss der Körper die Energie zusätzlich durch die aerobe Glykolyse bereitstellen.[1]

Ernährung – Wissenswertes
Organsysteme – Wissenswertes
Grundlagen der Trainingslehre

 

Literatur
[1]Vgl.: DE MAREÉS, H.:
„Sportphysiologie”. 9. Aufl. Sport und Buch Strauß, Köln 2003, S.344-348