Training in der Übergangsperiode

Die Saison ist vorbei… und jetzt?

Diese Frage stellt sich bei vielen Sportlern nach dem Ende der Saison. Meistens gibt es daraufhin zwei Reaktionen: entweder wird genauso weiter trainiert wie vorher oder es wird eine komplette Sportpause eingelegt. Beide dieser Möglichkeiten sind nicht optimal.

Ziel der Übergansperiode, die in Ausdauersportarten ca. 8 Wochen dauert, soll die Regeneration und die Vorbereitung der neuen Saison sein.

Insbesondere die Regeneration ist hier ein entscheidender Faktor, der grundlegend für die folgende Saison und die Gesundheit sein kann. Neben der körperlichen Regeneration ist auch die psychische Regeneration essentiell. Sich nach der Saison die Freiheit zu nehmen, lieber wandern zu gehen, anstatt zu Laufen oder lieber ein schönes Buch zu lesen, anstatt zum abendlichen Schwimmtraining zu fahren ist nicht nur ok, sondern direkt erwünscht. Nach der Saison ist der „Zwang, trainieren zu müssen“ erst einmal weg. Diese Zeit sollte man auch genießen und für Aktivitäten nutzen, die während der Saison zu kurz kamen. Auch das Zeitverbringen mit Familie und Freunden, sowie die ein oder andere Feier sind in dieser Zeit ein Muss. Genießen Sie die Zeit mit Dingen, die Ihnen Freude bereiten!

Nichtsdestotrotz sollte man nicht für lange Zeit  in eine komplette Sportpause verfallen. Eine solche Pause sollte maximal zwei Wochen dauern. Nach dieser Zeit sollte wieder ein regelmäßiges, leichtes Training aufgegriffen werden. Ideal ist hierbei eine Kombination aus:

  • Stabilisationstraining! Dies kommt insbesondere bei Ausdauersportlern (Triathleten, Läufer, Radfahrer) oft zu kurz. Speziell die Rumpfmuskulatur ist häufig vergleichsweise schwach. Aber vorsicht: wer sich jetzt große Muskelberge antrainiert wird die in der nächsten Saison auch mit sich herumtragen müssen…
  • Grundlagenausdauertraining! Dies kann in dieser Periode auch in Ausgleichssportarten erfolgen und ist sogar förderlich, da auf diese Weise die Muskulatur nicht einseitig belastet wird. Vorher sollte eine genaue Bestimmung der Trainingsbereiche durch eine Leistungsdiagnostik erfolgen.
  • Stärken Sie Ihre Schwächen! Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um sich ihren schwächeren Disziplinen in Ruhe zu widmen.

Es empfiehlt sich, auch in dieser Trainingsphase ihre Aktivitäten zu planen und nicht „ins Blaue“ zu trainieren! Ansonsten kann diese, eigentlich der Regeneration vorbehaltenen Zeit, den Körper überlasten.

Machen Sie sich fit für die Vorbereitungsperiode!

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